Wii ISO Loader?

Erstmal vorweg: Ja der Titel ist mit Absicht auf Klicks ausgelegt und nein hier gibt es keinen Wii ISO Loader zum Download. Die Intention des Geschriebenen ist ein wenig aus der Sicht eines ganz ziemlich normalen Users aufzuklären, was denn Rund um die WIi geschehen ist. Die Fragezeichen in Klammern deuten darauf hin, dass ich mir relativ unsicher mit dieser Aussage bin und diese noch Überprüft werden muss. Außerdem geht der Artikel nur wenig ins Detail, ist lange noch nicht fertig und inhaltliche Fehler können unmöglich ausgeschlossen werden. Wer Details wissen will, soll Google benutzen oder auf die unten angeführten Links (kommen noch mehr) klicken.

Nun aber zum Thema. Wie Einige sicher schon mitbekommen haben, ist Nintendos aktuelle Heimkonsole „geknackt“. Schon wenige Wochen nach Erscheinen, war es möglich Kopien (egal welcher Art) abzuspielen. Also eigentlich das gleiche Spiel wie man es schon von anderen Konsolen kennt, nur etwas schneller und vorallem: extrem billig. Für unter 5€ kann sich jeder einen Chip für „frühe“ Wii Konsolen (die vor Mitte 2007 gekauft wurden (?)) selber bauen. Frühe? Ja Nintendo hat darauf reagiert und neue DVD Laufwerke, die die wohl größte Schwachstelle darstellen, verbaut. Allerdings war der Karren schon in den Dreck gefahren und schon bald gab es neue, nun teurere und aufwändigere Chips. Das Katz und Maus Spiel hatte begonnen und läuft noch immer mehr oder weniger.

Richtig offen war die Konsole aber noch lange nicht. Nur „stupide“ Kopien konnte man Spielen und  Homebrew, also selbstentwickelte Software, konnte nur auf die beschränkte Gamecube Hardware zugreifen. Viele suchten, rauften sich die Haare, taten das übliche eben. Bis zum 24C3, dem Chaos Communication Congress des Chaos Computer Clubs Ende des Jahres 2007. Beim, mittlerweile wohl schon traditionellen Vortrag rund um Konsolen(-Hacking) von und mit tmbinc (Felix Domke) kam was. Ganz am Schluss. Die Bombe. „One more thing“. Ein sehr aufgeregter Bushing ((?) wer genau weiß ich nicht) hatte da etwas zum Vorzeigen dabei. Was genau wusste noch niemand, aber es war mehr als nur ein Hoffnungsschimmer.

[youtube=http://de.youtube.com/watch?v=H5YB1Mmx7E4]

Die verwendete Wii zeigte brav die Daten, die sie von der Wiimote bekam, an. Viele freuten sich. Viele wurden enttäuscht. Der Exploit sollte nicht veröffentlicht werden. Zu „unsicher“ war Er. Zu hoch das Risiko eines Fixes. Zu Wenig wusste man. Also die Ärmel hochgekrempelt und weitergearbeitet, bis man etwas besseres Fand. Der Twilight Hack war geboren. Wie der Name schon verrät wurde die Tür durch die Wii Version des Spiels „The Legend of Zelda: Twilight Princess“ geöffnet. Seit dem muss der geneigte Anwender nur im Besitz einer Kopie des oben genannten Spiels und einer SD Karte mit einem modifizierten Zelda Savegame sein, um die, inzwischen zahlreichen, Homebrew Programme zu nutzen.

Warum gab es so schnell so viele (gute) Software?

Zum einen ist die Wii weit verbreitet, was mehr potenzielle Entwickler bedeutet. Zum Anderen existierte bereits ein gewisser „Background“. Da die Nintendo Konsole dem Gamecube ziemlich ähnlich ist, konnte viel Wissen aus der Gamecube-Ära sozusagen kopiert werden. Viele „libaries“, ich würde sie als eine Art „Treiber“ bezeichnen, konnten verwendet werden. Allerdings boten diese auch noch keinen Support für die neu hinzugekommenen Features, wie WLan, Bluetooth und USB, so dass es sich bei den ersten Spielen hauptsächlich um 1:1 Umsetzungen bekannter Gamecube Projekte handelte, die dadurch natürlich auch nur den Gamecube Controller unterstützten. Tetris war hierbei mein erstes Homebrew Programm auf der Wii. Man konnte zwar, wie immer, nur Blöcke runterwerfen, aber doch brachte es ein Aha-Gefühl mit sich: Da hatte man gerade Zelda gestartet, ein Savegame mit einem etwas komischen Namen ausgewählt, war zwei Schritte gelaufen und auf einmal wurde der Bildschirm schwarz, etliche Meldungen ratterten herunter und die Tetris Musik erklang.

Einige Portierungen später erschien erste Homebrew Software, die die Wiimote verwendet. Schon bald war man es überdrüssig ständig Zelda zu starten, nur um eine Runde Tetris zu spielen.  Doch das Team Twiizers hatte schon eine Weile an einer Lösung gearbeitet und präsentierte dieses Video. Erste Bilder eines so genannten „Homebrew Channel“. Ein Kanal…im Wii Menü, der schon kurze Zeit später das Licht der gespannten Öffentlichkeit erblicken sollte. Zwar vorerst nur in einer rudimentären Art und Weise, stellte er Eindrucksvoll ein „Proof of Concept“ dar und lies auf mehr hoffen. Die Entwicklung ging weiter und mittlerweile sind wir beim Homebrew Channel (der übrigens selbstständig nach neuen Versionen sucht) in der beta 8 angelangt. Von hier aus können seither bequem die auf der SD Karte vorhandenen Homebrew Applikationen gesucht und gestartet werden. Dies brachte die Wii Comunity einen enormen Schritt nach Vorne und verleitete immer mehr Leute zum Starten eigener Projekte.

Das große Interesse brachte jedoch, aus Sicht der ursprünglichen Entdecker, nicht nur Gutes. Raubkopierer, der Todfeind eines jeden Gutmenschens wollten natürlich auch ein Stück des Kuchens und erfreuten sich am gemeinhin so genannten „trucha bug„. Hierbei handelt es sich um den marginalen Fehler im DVD Überprüfunsprozess von Nintendo, der auf dem 24C3 genutzt wurde. Er ermöglicht auf einer gechippten Konsole ohne weiteres eigenen Code auszuführen. Im Allgemeinen bedeutet dies: Spiele konnten modifiziert werden, so dass z.B. Waluigi auf einmal das Moveset von Mario aufweist oder Ganondorf sich in Smash Bros. aufeinmal wie Falco verhält. Miteinher gehend mit der Möglichkeit Spiele zu öffnen wurde einen recht einfaches Tool gebastelt, das Spiele auf, teilweise enormen, Schrumpfungsprozess durch Programme wie Winrar, vorbereiten kann. Wii Schach konnte in handlichen 300 MB anstatt knapp 4,7 GB transportiert werden, Andere, wie das göttliche „Zack & Wiki„, benötigten nur noch knapp die Hälfte an Speicher.

[Achtung: Dies ist ein kritischer Absatz]
Allerdings wurde dieses „Problem“ von Nintendo, wie erwartet, recht zügig (1 Monat) gelöst. IOS 37 wurde zusammen mit dem Update für WiiWare am 22 März 2008 auf den Update Servern bereitgestellt und bereitete den Anfang des vermeintlichen Endes modifizierter Software vor. Die neue IOS Version, der Unterbau sämtlicher Wii Software (steht für Internal Operating System ?), wurde zwar noch nicht verwendet, doch war es nur eine Frage der Zeit bis Dies geschehen sollte. Es geschah dann am 16 Juni mit der Firmware Version „3.3X“, die jedoch nicht nur modifizierten Spielen, sondern auch dem „Twilight Hack“ den gar ausmachen sollte. Denn seit dieser Version checkt die Firmware ob das Savegame denn so in dieser Form auch sein kann, nur leider, für Nintendo, äußerst schlecht und wenige Stunden später war eine neue, voll funktionstüchtige Version des Zelda Savegames erschienen (mehr Info). Jedoch ist jedem spätestens seit diesen Ereignissen klar, dass man dem Katz und Maus Spiel so schnell wie möglich eine Ende setzen sollte.

Die momentan angestrebte Lösung: ein Costum IOS

Die Angst Vieler: ein Softmod oder gar ein ISO/Backup loader

Hierzu meine Sicht der Dinge: Viele fürchten und wahrscheinlich noch mehr erhoffen einen ISO Loader, mit dem Backups, ohne jedwede Modifikation an der Hardware, ausgeführt werden können. Warum tun sie das? Nun, die Jungs von Hackmii.com haben einen weiteren Fehler in der Wii Sicherheitsarchitektur gefunden, der ursprünglich gar nicht Publik gemacht werden sollte. Grund hierfür: Nintendo zeigt kein wirkliches Interesse an einer Kooperation/Lösung des Problems. Dieser Fehler soll es schon bald ermöglichen jedwede DVD, zum Beispiel auch Filme, zu starten. Desweiteren besteht schon seit langem die Hoffnung mithilfe der USB Anschlüsse und des SD Kartenlesers ganz einfach ISOs von bspw. einer USB Festplatte zu starten, ob dies realistisch ist, sei in den Raum gestellt, denn:

-es besteht ein enormer Programmieraufwand

-sind SD/USB/WLan (für streaming) nicht zu langsam? Nach meinem Wissen bieten die bisherigen libraries lediglich Support für USB 1.1, was deutlich zu langsam wäre und der SD Slot scheint nicht gerade von der schnellsten Sorte zu sein. Keine Ahnung wieso genau, aber mit dem Tool „ftpii“ errreiche ich eine maximale Datenrate von 1600kbit/s, was gerade einmal DSL 1500 entsprechen würde.

Übrigens: Ich hoffe trotz alledem auf soetwas, denn ich hasse ehrlich gesagt die ständigen DVD Wechsel von Mario Kart zu Smash Bros und zurück.

Links:

TehSkeen – eine HB-Szeneseite

WiiNewz – neues aus der Wii Welt (Fokus auf Modchips & Homebrew)

Wiibrew – Wii Homebrew Wiki

HackMii – Blog der Wii Hacker

Events Archive – Chronik eingier wichtiger Releases

Kleiner Hinweis am Rande: Ich hasse die automatische Textformatierung in WordPress…

Update:

Mittlerweile gibt es übrigens erste Programme, die z.B. DVDs abspielen können. More to come.


Update2:

Es existiert seit einiger Zeit ein Softmod, mit dem man gepatchte Spiele von DVD ohne Hardware Modifikation abspielen kann.

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4 Kommentare zu Wii ISO Loader?

  1. Pingback: Kurz Info « nooblog

  2. Kintaro sagt:

    Hey Super Text 😀 Vielen dank für die Infos 😀

  3. Reki sagt:

    Der Backup Launcher ist raus. Naja, ich brauch den nicht.

  4. noobmon sagt:

    Jo, mal gucken ob ichs noch reinschreib. Hat ja mit einem reinen ISO Loader nicht so viel zu tun.

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