Empire Total War – Rückblick und Test

Nun ist der Nachfolger von Rome und Medieval Total War schon seit einem halben Monat im Handel erhältlich, Zeit genug um zu testen, ob Empire dem Hype gerecht wird.

Schon im Vorfeld wurde viel diskutiert und geflucht, besonders Steam war mal wieder ein Aufreger. Hauptkritikpunkte waren dabei die Sorge um die Privatsphäre und die Verfügbarkeit von Empire, falls Valve bzw  Steam pleite gehen würde.  Doch hat mich dies nicht davon abgehalten Empire bei einem bekanntem Online-Händler Amazon vorzubestellen, um es pünktlich zum Realese zuerhalten.

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Doch zunächst ein Blick zurück. Mein erstes Total War Spiel war Rome, auf dass ich zufällig stieß und mich sofort in seine Bann zog. Schon davor habe ich ausgiebig Strategiespiele wie Empire Earth oder Age of Empires gezockt, doch bildete Rome die Krönung. Besonders die Trennung der Map in eine Weltkarte mit Städten, See, Handelsrouten usw. für die Züge und die extra Karte(n) für die Schlachten, wodurch Übersicht und Abwechslung geboten wurden, war so noch nie dagewesen. Der Online Modus hat es mir nach langer Spielzeit und Welteroberung im Singleplayer angetan, ich landete sogar noch in einem Clan. Doch war die Wahl von gamespy meiner Ansicht nach relativ schlecht, es wimmelte von Verbindungsfehlers, Abstürzen und gefühlt nur jedes 10te Spiel kam überhaupt richtig zustande und hielt auch bis zum Ende durch. Deshalb waren meine Erwartung gegenüber Steam doch noch relativ positiv, da ich mir einen guten Online-Modus versprach. Aber noch eine Blick zurück zu Medieval 2.  Das Mittelalter bot viele verschiedene Einheiten, besonders das Schwarzpulver und die damit verbundenen Kanonen und Musketiere brachten nochmal mehr Abwechslung gegen Ende ins Spiel. Auch das Add-on Kingdoms (welches eine gewaltige Größe hatte) brachte nochmal mehr Spielspaß,  da hier alles auf eine schnelle und große Schlacht ausgelegt war. Insbesondere der Hotseat Modus war gut geeignet sich mit Freunden zumessen oder gemeinsam die Computergegner zuvernichten. Leider waren die Schlachten in Medieval strategisch nicht sehr anspruchsvoll und es kam nur zuoft zu einem wilden Gemetzel in einem großen Haufen, dies war leider auch im Online-Modus nicht anderst.

So jetzt zu Empire, die Zeit der Kolonien, der Feuerwaffen und spannender Seegefechte, die nun endlich in einem Total War Spiel spielbar sind. Mein Erster Eindruck: Wow die Grafik ist atemberaubend und die Kampfszenen unter den einzelnen Einheiten, wie genial.  Es ist sogar möglich Häuser zu besetzen und so strategische Punkte einzunehmen. Doch die meisten Leser werden dies wohl schon wissen. Nun wie spielt sich Empire.  Postives: Die Weltkarte ist riesig und sehr detailreich, viele Fraktionen und Arten von Kampagnen. Alles ist größer und schöner, könnte man sagen. Besonders die Seeschlachten sind in meinen Augen ein dicker Bonus. Sie sind nicht zulang, die Schiffe lassen sich gut kontrollieren und es wirkt sehr realistisch. Das Wasser ist wunderschön (ja solangsam weiß man, dass die Grafik genial ist) und solang nicht zuviele Schiffe unterwegs sind verliert man auch nicht den Überblick, zwar sind mir schon einige Bugs begegnet, z.B. beim Entern , wo die Mannschaft einfach ins Wasser springt und man so das Spiel verliert, aber ich hoffe hierbei noch auf Nachbesserung. Doch leider kann mich Empire nicht fesseln (sonst würde ich es jetzt wohl spielen, anstatt einen Artikel darüber zuschreiben). Die Schlachten sind zwar strategisch vom feinsten, ein Anfänger hat hier im Vergleich zu Medieval fast keine Chance, doch sind alle Schlachten irgendwie gleich. Die Armee besteht nur aus Musketen/Gewehr-Schützen und ein paar Kanonen (evtl. noch eine Kavallerie Einheit) Natürlich ich weiß, dass dies realistisch ist und man es nicht anderst lösen konnte, trotzdem stört dies (mein Eindruck, der von meinen Freunden auch bestätigt wurde). Dadurch wird jede Schlacht gleich, besonders da fast alle Fraktionen (bis auf die Indianer) die gleichen Einheiten besitzen. Das Spiel wird monton. Auch war ich vom fehlenden Hotseat Modus enttäuscht, den man doch perfekt über Steam mit guten Freunden spielen könnten, also Schade.  Kann es also der e Modus trotzdem noch reißen. Naja bis jetzt aufkeinen Fall: Da 3/4 aller Spiele mit einem Passwort versehen sind, bei vielen die Verbindung nicht richtig funktioniert. Doch hat schlussendlich es auch mal geklappt. Obwohl viele Leute zublöd sind die rules einzuhalten und statt, wie vereinbart nur ein Schiff, plötzlich eine ganze Flotte haben.  Eine Landschlacht 2vs2 wurde deswegen mein erstes richtiges Match. Was ich darüber sagen kann? Es macht schon Spaß, auch wenn , wie schon erwähnt, alle in etwa die gleichen Einheiten haben, und die Map so groß ist, dass sich die Hälfte der Zeit die Armeen nur mit Kanonen beschießen, was den Realismus widerspiegelt, und im Falle eines überstürzten Angriffs bekommt man sofort die Quittung. Daher können sich Stragegiefreaks hier prächtig amüsieren.

Zum Schluss kann ich sagen, dass Empire Total War trotzdem ein gutes Spiel ist, graphisch top und sehr realistisch. Doch konnte es mich bis jetzt nicht fesseln, zu monoton, kein Hotseat und der Online Modus funktioniert auch nicht gut. Meiner Meinung nach wird Empire dem Hype nicht gerecht aber es bleibt eines der besten Strategiespiele die es gibt.(Ich will ein Rome 2)

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Ein Kommentar zu Empire Total War – Rückblick und Test

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